Übungsfirmen

Business as usual ?

Kaufmännische Ausbildung: nicht wenige Schüler/innen, aber auch viele Erwachsene im Rückblick auf ihre eigene Schulzeit, verbinden damit den Begriff  "Theorie"  und Ähnliches.
Dass es auch ganz anders geht, beweist die Übungsfirma: ein gelungenes Ausbildungsmodell, Lernort und Lernmethode in einem.

Die Übungsfirma ist das Modell eines realen Unternehmens und aus den österreichischen berufsbildenden Schulen nicht mehr wegzudenken: Vor rund 15 Jahren wurde dieser Praxisteil der kaufmännischen Ausbildung für die berufsbildenden Schulen wiederentdeckt und als verpflichtender Unterricht in den Lehrplan der Handelsakademien und Handelsschulen eingeführt.
 Das Modell Übungsfirma erlaubt es, die Abläufe eines realen Wirtschaftsbetriebes mit unterschiedlichem Komplexitätsgrad nachzubilden und sie für Lernprozesse transparent zu machen.

Was ist eine Übungsfirma?

In einer Übungsfirma fallen alle der Praxis entsprechenden branchenspezifischen Geschäftsfälle an. Die damit verbundenen Arbeiten sind unter Berücksichtigung der kaufmännischen Usancen und der rechtlichen Voraussetzungen durchzuführen.

Allerdings sind Waren und Dienstleistungen sowie das für die Zahlung erforderliche Geld nicht real vorhanden. In unserer heutigen virtuellen Welt fällt das eigentlich gar nicht mehr auf.
 Ziel des Unterrichts in der Übungsfirma ist die fächerübergreifende, handlungs- und problemorientierte Vermittlung des Wissens über innerbetriebliche Abläufe und der Zusammenhänge zwischen den Betrieben. Vor allem die von den Geschäftspartnern ausgehenden Aktivitäten setzen bei den Schüler/innen Lernprozesse in Gang und bewirken ein hohes Maß an Motivation.

An der Handelsakademie Mürzzuschlag gibt es zwei verschiedene Übungsfirmen:

Boarder´s Paradise“ handelt mit Snowboards, Skateboards, Surfboards und neuestens auch mit Schitouren-Sets.

Die Übungsfirma „Softworld“ vertreibt sämtliche Artikel im Bereich der Mobiltelefonie, der Informatik und der Spielkonsolen.